R4, ein nettes Auto. Ich seh heute noch, in unregelmäßigen Abständen, 3 Stück im Alltagsbetrieb.
Das erste Auto an das ich bildliche Erinnerungen habe, als Sohn einer Lehrerin und eines Unteroffiziers war mein querstehender Kinderwagen im Kofferraum eine Vorstufe zur heutiger Kinderhaftschale.
Zum Glück sind wir später wieder zur Vernunft gekommen und haben uns auf den Vorgänger in der Familie besonnen.
Mit mir als blinder Passagier haben meine Eltern ihre Reisen mit dem treuen 2CV getätigt. Diese pränatale Prägung hält scheinbar ein Leben lang.
Zum Thema Rost und Wartung, mit vernünftiger Grundwartung sind die alten Franzosen nicht totzukriegen.
Die Geschwindigkeit wie, z.B. Mercedes W114/115 zusammengefault sind, sind für 2CV, R4, Fiat 500 nicht erreichbar.
Reparaturen an alten Mercedes, Käfer, Opel sind weitaus grauslicher wie an den Vorgenannten.
Alles selbst erlebt, auf manche Erfahrung hätte ich gerne verzichtet.
Was Mechanik und Motorentechnik angeht gibt Frankreich und Italien den Takt vor.
Nur zur Erinnerung, Gürtelreifen waren Ende 60er beim Benz noch Sonderausstattung, Opel und VW ebenso.
Einzelradaufhängung, hydraulische Bremsen an allen 4 Rädern? 2CV und R4 Standard. Heizung? Bei Opel in den 50ern noch kostenpflichtig.
Zuverlässigkeit? Ich kann es mir nicht leisten ein Fahrzeug zu fahren auf das ich mich nicht verlassen kann.
Mittlerweile zeigt meine Dyane erste Schwächen, bei 400.000 darf die das auch. Bevor es dringend wird bekommt sie was nötig ist.
Allerdings komme auch ich in die Jahre, in 30 Jahren werde ich 75, wer kümmert sich dann um meine Enten? Wer stellt mir dann Zündung und Ventile ein?
Ich werde wohl beweglich bleiben müßen.

Grüße

Robert